Anreise per Flugzeug

Grundsätzlich gilt, dass Flugreisen für Hunde jeder Größe eine große Belastung sind. Während ein Flug schon für den Mensch anstrengend sein kann, sind die ungewohnte Umgebung, die lauten Geräusche, die Temperaturschwankungen, die Abwesenheit des vertrauten Frauchen/Herrchen sehr belastend und beängstigend für den Hund. Wenn es also nicht unbedingt notwendig ist, sollte man bei einer anstehenden Flugreise für seinen Vierbeiner zuhause eine angenehme Unterkunft finden wie eine Hundepension oder eine private Betreuung während Frauchen und/oder Herrchen auf Reisen sind. Lässt sich eine Flugreise mit Hund nicht vermeiden, muss Folgendes beachtet werden:

  • Bei den meisten Fluggesellschaften kann man kleine Hunde in einer speziellen Transportbox in die Passagierkabine mitnehmen. Die Gewichtsangaben für die Definition eines kleinen Hundes variiert je nach Airline.
  • Hunde, die nicht als klein genug für die Mitnahme in der Passagierkabine eingestuft werden, müssen im Frachtraum mitreisen. Die Bedingungen variieren je nach Fluggesellschaft.
  • Für die Flug-Reservierung von Hunden gilt je nach Airline eine Vorausbuchungsfrist von mindestens 24 Stunden.
  • Die Transportboxen für die Tiere müssen vom Passagier gestellt und den jeweiligen Bedingungen der Fluggesellschaft entsprechen. Idealerweise sollte der Hund rechtzeitig vor der Abreise an die Transportbox gewöhnt werden. Vor Abreise sollte die Flugbox mit einer rutschfesten, saugfähigen Unterlage ausgelegt werden.

Die Box sollte in mehreren Sprachen deutlich sichtbar mit folgenden Informationen gekennzeichnet sein:

  • lebendes Tier in der Box
  • Hinweis, wo bei der Box “oben“ ist
  • persönliche Daten des Hundes inkl. Kopie des Impfpasses, Name des Hundehalters, Heimat- und Urlaubsadresse, Telefon-/Mobilnummer

Zudem ist es sinnvoll, eine Ersatzleine an der Box anzubringen falls der Hund vom Personal aus der Box geholt werden muss.

  • Direktflüge sind Umsteigeverbindungen vorzuziehen.
  • Nachtflüge sind besser als Verbindungen am Tage, insbesondere wenn Gefahr besteht, dass Hunde auf dem Gepäckwagen auf dem Rollfeld hohen Temperaturen ausgesetzt werden könnten und somit die Gefahr der Überhitzung besteht.
  • Der Hund sollte 12 Stunden vor Abflug nicht mehr gefüttert werden und nur wenig trinken.
  • Rechtzeitig vor Abreise sollte ein Tierarzt die Flugtauglichkeit des Hundes attestieren und je nach Hundetyp ggf. Medikamente für die Flugreise verabreichen. Dabei ist zu beachten, dass die Wirkung von Medikamenten in der Reiseflughöhe anders sein kann als am Boden.
  • Alle reiserelevanten Dokumente wie Impfpass des Hundes, Heimtierausweis mit Bild, Versicherungsnachweis etc. sollte der Hundehalter auf der Flugreise bei sich tragen, um sich im Notfall als Eigentümer des Tieres ausweisen zu können.
  • Nach der Landung den Hund sofort an der Ausgabestelle im Flughafengebäude abholen, mit Wasser, Futter und vielen Streicheleinheiten versorgen und schon am Flughafen einen kleinen Spaziergang machen.

Die Beförderungsbedingungen für Flugreisen mit Hund können je nach Fluggesellschaft unterschiedlich sein. Daher müssen die Bestimmungen, Vorgaben und Kosten individuell bei der jeweiligen Airline abgefragt werden. Hier exemplarisch die Links zur Tierbeförderung von einigen deutschen Fluggesellschaften:

Tipps für die Tierbefoerderung Lufthansa

Tipps für die Tierbefoerderung Airberlin

Tipps für die Tierbefoerderung Condor

Tipps für die Tierbefoerderung TuiFly